die Geschichte von 1926 – 1935

Die Ära der Handdruckspritze (1925–1930)

In den Inventarlisten der 1920er Jahre wird die technische Ausstattung wie folgt beschrieben:

Das Hauptgerät: Ein vierrädriger Hydrophor (Pferdebespannung).

Mannschaftsstärke: In den ersten Jahren bestand die Wehr aus ca. 15–20 aktiven Männern, fast ausschließlich Landwirte und Handwerker aus dem Ort.

Uniformierung: Man kaufte gebrauchte Ausrüstungsgegenstände oder einfache Leinenröcke. Die typischen messingfarbenen Helme wurden oft über Jahre hinweg vererbt.

Der Ausbau & Das Vereinsleben (1930–1935) Nach den ersten fünf Jahren etablierte sich die FF Eggendorf als wichtigster Kulturträger im Ort:

1930: Die Wehr wurde offiziell im "Schematismus des NÖ Landes-Feuerwehrverbandes" gelistet. Sie gehörte damals zum Bezirks-Feuerwehrverband Stockerau.

Soziales: In dieser Zeit wurden die ersten "Ballveranstaltungen" der Feuerwehr aktenkundig. Diese dienten dazu, Geld für Schläuche und die Instandhaltung des Spritzenhauses zu sammeln.

Disziplin: In den Archiven jener Zeit finden sich oft strenge Protokolle: Wer bei einer Übung unentschuldigt fehlte, musste eine "Pönale" (Geldstrafe) in die Kameradschaftskasse zahlen.

Krisenjahre & Kameradschaft Die Zeit ab 1933 war politisch schwierig (Ständestaat). Die Feuerwehren blieben jedoch oft die einzigen Organisationen, die nicht aufgelöst wurden, da sie für den Ortsschutz unverzichtbar waren.

Einsätze: Die Berichte aus dieser Zeit erwähnen vor allem Schornsteinbrände ("Rauchfangbrände") und Hilfeleistungen bei Unwettern am Wagram.

Franz Lang blieb bis zu seinem Tod 1938 Bürgermeister und hielt schützend seine Hand über die Wehr.