Die Zeit des Ständestaates (1936–1938)
In diesen Jahren festigte die Wehr ihre Strukturen unter der Führung des Gründungsvaters und Bürgermeisters Franz Lang.
Organisation: Die FF Eggendorf am Wagram war fest in das gesellschaftliche Leben der Marktgemeinde Stetteldorf eingebunden. Übungen und Ausbildungen folgten strengen vaterländischen Richtlinien.
Technik: Der handbetriebene Hydrophor (Pferdebespannung) war weiterhin das primäre Löschgerät. Es gibt Hinweise darauf, dass die Wehr in dieser Zeit versuchte, Rücklagen für eine erste Motorisierung zu bilden, was jedoch durch die wirtschaftliche Lage erschwert wurde.
Ende einer Ära: Das Jahr 1938 markiert einen tiefen Einschnitt. Franz Lang, der die Wehr seit der Gründung 1925 maßgeblich geprägt hatte, verstarb in diesem Jahr.
Die Feuerwehr im Zweiten Weltkrieg (1939–1945) Nach dem "Anschluss" 1938 änderte sich der Status der Feuerwehr grundlegend: Sie wurde als "Feuerschutzpolizei" in das staatliche Polizeisystem eingegliedert.
Personalmangel: Ab 1939 wurden fast alle wehrfähigen Männer der FF Eggendorf zur Wehrmacht eingezogen. Die Aufrechterhaltung des Brandschutzes im Ort wurde zur Herausforderung.
Heimatfront: Ältere Männer und teilweise auch Jugendliche (Hitlerjugend-Feuerwehrscharen) mussten die Lücken füllen. Die Aufgaben beschränkten sich nicht mehr nur auf Brandbekämpfung, sondern umfassten zunehmend den Luftschutz, da die Region um den Wagram.