Nachdem der Wiederaufbau
rückte nun die technische Professionalisierung und die Integration in den modernen Feuerwehrdienst des Landes Niederösterreich in den Fokus.
der Nachkriegszeit abgeschlossen war,Die Ära der Traktor-Bespannung
rückte nun die technische Professionalisierung und die Integration in den modernen Feuerwehrdienst des Landes Niederösterreich in den Fokus.
In den späten 1950er Jahren war die am Wagram, wie viele kleinere Wehren am Wagram, eine "bespannte" Wehr – allerdings wechselte man endgültig vom Pferd zum Traktor.Logistik: Es gab noch kein eigenes motorisiertes Feuerwehrfahrzeug (LKW). Im Alarmfall eilte der Landwirt, der gerade Dienst hatte, mit seinem Traktor zum Zeughaus, um den Anhänger mit der Tragkraftspritze (TS) und den Schläuchen zum Einsatzort zu ziehen.
Ausrüstung: Die in den frühen 50ern angeschaffte Motorspritze wurde zum verlässlichen Standard. Die Wartung dieser Geräte wurde zunehmend komplexer, was zur Ausbildung der ersten spezialisierten Zeugwarte führte.
Infrastruktur und das "Spritzenhaus"
wischen 1956 und 1965 begannen die Planungen für Verbesserungen am damaligen Spritzenhaus.
Zentralisierung: Da Eggendorf Teil der Marktgemeinde Stetteldorf ist, wurden die Budgets für größere Anschaffungen bereits damals im Gemeinderat unter dem Aspekt der Zusammenarbeit der drei Wehren (Stetteldorf, Eggendorf, Starnwörth) diskutiert.
Löschwasserversorgung: In dieser Zeit wurden in vielen Orten am Wagram die Löschwasserteiche saniert oder durch unterirdische Löschwasserbehälter ergänzt, um für die zunehmende Anzahl an landwirtschaftlichen Maschinen (Brandgefahr bei der Ernte) gerüstet zu sein.
Das "Niederösterreichische Feuerwehrgesetz 1960"
Ein Meilenstein in den Archiven ist das Jahr 1960. Mit dem neuen Landesgesetz wurden die Feuerwehren von Vereinen zu Körperschaften öffentlichen Rechts.
Bedeutung für Eggendorf: Die Wehr erhielt eine modernere Verwaltungsstruktur. Die Dienstgrade wurden vereinheitlicht (z.B. wurde aus dem "Hauptmann" der "Kommandant").
Einsatzspektrum: Die Berichte zeigen, dass neben den klassischen Bränden nun erste technische Hilfeleistungen (z.B. nach Verkehrsunfällen auf den Güterwegen oder Auspumparbeiten nach Starkregen) in den Fokus rückten.
Gesellschaftliches Leben: 40 Jahre FF Eggendorf (1965)
Das Jahr 1965 markiert das Ende dieses Zeitabschnitts mit einem großen Jubiläum.
Das Fest: Zum 40-jährigen Gründungsjubiläum wurde ein großes Zeltfest organisiert. Solche Feste waren (und sind) die Haupteinnahmequelle für die Anschaffung neuer Uniformen und kleinerer Ausrüstungsgegenstände.
Kameradschaft: In den Archiven finden sich aus dieser Zeit erste Hinweise auf die Ehrung von Gründungsmitgliedern (aus 1925), die 1965 für ihre 40-jährige treue Dienstleistung ausgezeichnet wurden.