Der Meilenstein: Das erste eigene Feuerwehrfahrzeug
Der Ausbau der Infrastruktur
Das Jahr 1975 bildet den krönenden Abschluss dieser Epoche.
Nachdem die Wehr 1975 ihr 50-jähriges Jubiläum gefeiert hatte, wurde deutlich, dass das alte Zeughaus für die modernen Anforderungen und das neue Fahrzeug (KLF) zu klein wurde.
Modernisierung des Standorts: In diesen Jahren erfolgten Adaptierungen am Feuerwehrhaus. Es wurden Räumlichkeiten für die Lagerung von persönlichen Schutzausrüstungen (Helme, Stiefel, Einsatzbekleidung) geschaffen, die zunehmend die alten Arbeitsuniformen ersetzten.
Zentralisierung: Die Zusammenarbeit im Unterabschnitt wurde intensiviert. Gemeinsame Übungen auf Gemeindeebene wurden zum Standard, um die Schlagkraft bei Großereignissen zu erhöhen.
Technik und Ausrüstung: Einzug des Atemschutzes
Ein entscheidender technologischer Sprung in den Archiven dieser Zeit ist die Einführung des schweren Atemschutzes.
Atemschutztrupp: Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre rüstete die Wehr (oft in Abstimmung mit dem Unterabschnitt) die ersten Atemschutzgeräte aus. Dies veränderte die Einsatztaktik bei Gebäudebränden grundlegend, da nun ein Vordringen in verrauchte Räume möglich wurde.
Tragkraftspritze (TS 8): Die Zuverlässigkeit der Pumpen wurde durch neue Modelle gesteigert. Die Wartung dieser Geräte wurde strenger dokumentiert, was zur Professionalisierung des Zeugwart-Wesens führte.
Das gesellschaftliche Herz: Das Lindengassenfest
In diesem Jahrzehnt etablierte sich das Lindengassenfest endgültig als eine der wichtigsten Einnahmequellen und gesellschaftlichen Fixpunkte im Ort.
Finanzierung: Da die Subventionen der Gemeinde oft nur die Basisausrüstung deckten, wurden durch die Feste Mittel für "Sonderausrüstungen" (z. B. bessere Funkgeräte oder spezialisierte Werkzeuge) erwirtschaftet.
Kameradschaft: Die Wehr wurde zum zentralen Kulturträger in Eggendorf. Die Protokolle erwähnen regelmäßig die Teilnahme an kirchlichen Festen (Florianimesse, Erntedank) und die Organisation von Heurigenabenden.