Der Bau des Dorf- und Feuerwehrhauses
In den späten 1980er Jahren wurde offensichtlich, dass das alte Zeughaus den Anforderungen (Platz für das Fahrzeug, Umkleiden für die Mannschaft, sanitäre Anlagen) nicht mehr entsprach.
Planungsphase (ab ca. 1988): In enger Abstimmung mit der Marktgemeinde Stetteldorf wurde ein Konzept für ein kombiniertes Gebäude entwickelt. Es sollte nicht nur die Feuerwehr beherbergen, sondern auch einen Raum für die Dorfgemeinschaft bieten.
Eigenleistung: Ein herausragendes Merkmal in den Archiven dieser Zeit ist die enorme Anzahl an freiwilligen Arbeitsstunden. Die Kameraden bauten das Haus weitestgehend in ihrer Freizeit.
Eröffnung: Die Einweihung des neuen Hauses (Untere Wagramstraße 26) Anfang der 90er Jahre war ein Meilenstein, der die Wehr für die nächsten Jahrzehnte infrastrukturell absicherte.
Technische Modernisierung & Fuhrpark
Gegen Ende dieses Zeitraums rückte der Ersatz des alten Kleinlöschfahrzeugs (KLF) aus den 70er Jahren in den Fokus.
Vorbereitung Fahrzeugkauf: Die Wehr begann mit der Ansparung für ein neues KLF-W (Kleinlöschfahrzeug mit Wasserwand/Wassertank).
Ausrüstung: Die persönliche Schutzausrüstung wurde revolutioniert. Die alten blauen Baumwoll-Overalls wurden zunehmend durch modernere, hitzebeständigere Einsatzbekleidung ersetzt.
Atemschutz: Die Wartung und Ausbildung am schweren Atemschutz wurde intensiviert, da die Brandlasten in den Haushalten (Kunststoffe) gefährlicher wurden.
Gesellschaftliche Entwicklung
Lindengassenfest: Das Fest wurde in dieser Zeit professionalisiert. Es war nun nicht mehr nur eine Finanzquelle, sondern das wichtigste gesellschaftliche Ereignis in Eggendorf, das Besucher aus dem gesamten Bezirk Korneuburg anlockte.
Frauen im Feuerwehrdienst: In den frühen 90er Jahren begannen in Niederösterreich die Diskussionen über die Öffnung der Feuerwehren für Frauen. In Eggendorf blieb man traditionell männlich besetzt, legte aber den Grundstein für die heutige Offenheit gegenüber allen Geschlechtern.